Windstrom verteuert nicht nur den Strom für Haushalte und Wirtschaft, er zerstört auch in mehrfacher Weise die derzeit noch gegebene Sicherheit bei der Stromversorgung:

 

  • Die Produktion von Windstrom weist eklatante, oft sehr kurzfristige örtliche und zeitliche Schwankungen auf. Nicht umsonst gilt der Wind in vielen Volkssprüchen als Symbol für Unbeständigkeit und Unzuverlässigkeit. Durch Verstärkung oder Verringerung der Stromerzeugung aus anderen Quellen bzw. Änderungen der Stromwege versuchen die EVUs diese Schwankungen auszugleichen. Das gelingt nur mit gewissen zeitlichen Verzögerungen. Mit vermehrter Einspeisung des schwankenden Windstroms ins Netz kommt es daher immer wieder zu kurzen, zumeist nur Sekundenbruchteile dauernden Spannungsabfällen. Bei zahlreichen Steuer-und Regelgeräten, überwiegend im Industriebereich führen diese zu Störungen und Ausfällen.
  • Überlastung des Netzes: Bei der abrupten Einspeisung großer Mengen von Windstrom ins Netz wird dieses bis an die Grenze belastet.Es werden zwar konventionelle Stromerzeuger, wie moderne, umweltfreundliche Gaskraftwerke, welche über den Großteil der Zeit wenn kein oder wenig Windstrom erzeugt wird, den Strom beistellen, aus dem Netz gedrängt. Das kann aber oft nicht rasch genug gehen und wenn es dann noch zu einer Störung kommt, droht der Zusammenbruch des gesamten Netzes.
    Mit steigender Einspeisung von Windstrom verschärft sich das Problem. Polen und Tschechien haben ihre Übergabestellen schon für die Übertragung von Überschüssen aus der deutschen Windstromproduktion gesperrt um die Stabilität ihrer Stromnetze nicht zu gefährden.
  • Ausbaustop bei Gaskraftwerken und Pumpspeicherwerken zufolge unzureichender, durch Ökostrom verursachter Wirtschaftlichkeit: Die Produktion von Windstrom schwankt extrem stark.
    eeg_windenergie_2009So schwankte z.B. wie in der Grafik ersichtlich, die Leistung aller deutschen Windanlagen am 2. Juni 2009 zwischen 500 MW und 12.000 MW. An 15 Tagen im Monat ist die Produktion zeitweise, oder den Tag über bei Null oder nahe Null. Die meiste Zeit müssen also konventionelle Kraftwerke die Produktion tragen. Da ändert sich auch nichts daran, wenn man die Zahl der Windanlagen verdoppelt oder verdreifacht. Denn 3-mal Null ist noch immer Null.
    Wenn jedoch einmal ordentlich Windstrom Dank gesetzlich garantierten Vorranges ins Netz fließt und die Börsenpreise in den Keller rasseln lässt, dann haben die konventionellen Stromerzeuger, insbesondere die umweltfreundlichen Gaskraftwerke ein Problem. Die Großhandelspreise decken dann nicht einmal die Kosten für das Gas. Sie werden als erste zum Abschalten gezwungen während alte Kohle-Dreck-schleudern dank billiger Kohle noch eine Weile mithalten können. Das führte dazu, dass der Bau neuer Kraftwerke zum Erliegen gekommen ist. Das trifft auch Pumpspeicherkraftwerke. So stehen alleine in Oberösterreich vier Neubauprojekte wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit auf HALT. Das kann man allerdings aus ökologischen Gründen auch durchaus positiv sehen. Aber auch der Ausbau der Netze ist betroffen. Wegen der stark schwankenden Erzeugung von Windstrom wären die, für den Transport des Windstromes zu bauenden Stromtrassen zwangsläufig schlecht ausgelastet und daher nicht wirtschaftlich.

 

Insgesamt müssen wir uns darauf einstellen, dass die Zeiten von gesicherter Stromversorgung der Vergangenheit angehören.

windstrom_inseratAnmerkung: Schlichte Gemüter wie der Prediger einer Energiewende, welche so einfach nicht funktionieren kann, Rudi Anschober, wollen uns einreden, der durch den zeitweisen Überschuss von Ökostrom fallende Großhandelspreis komme den Verbrauchern zugute. Er lässt sogar aus Steuergeldern aufwendige Studien fabrizieren. (IZESgGmbH, Saarbrücken, 25. 06 2012). Aber die Studie stellt dann doch klar fest: „Profiteure sind vielmehr industrielle Großkunden, die ihren Strom am Großhandelsmarkt beziehen“ (Seite 16 der Studie). Diese sind außerdem von der EEG-Umlage, über welche in Deutschland die Ökostromsubvention finanziert wird, befreit. Bezahlen tun das die Konsumenten über ihre Stromrechnung sowie über die Stromtangente der von ihnen bezogenen Waren und Dienstleistungen. Insgesamt summieren sich diese Ökostromkosten für einen deutschen Haushalt bereits auf gut 500 Euro im Jahr. Tendenz steigend.