Die Gemeinderäte von  St. Ulrich und Garsten haben sich letzte Woche ganz klar gegen die in ihrer Gemeinde geplanten Windkraftprojekte auf dem Damberg entschieden.

In beiden Fällen hat man gemerkt wie empfindlich die Politik auf Stimmungslagen in einer engagierten Bevölkerung reagiert.  Die Entscheidung ist sicher auch eine Hilfe für die die Abwehr der weiteren Projekte zwischen Steyr und dem Nationalpark Kalkalpen (hier sind weitere 45 Monsterwindanlagen geplant).

15 Windmühlen auf dem Damberg und den Nachbarhügeln wandern in der Projektmappe in die Schublade. Die Bundesforste und Windkraftpionier Rudolf Forster mit seiner Erneuerbaren Energie Laussa GmbH (EEL) müssen die Blaupausen einpacken. Der Gemeinderat von St. Ulrich rückt das Projekt, bei dem sich die Flügel bis zu 200 Meter Höhe über dem Erdboden drehen sollten, in die Flaute.

Bei der Sitzung des Gemeinderates morgen, Donnerstag, wird die VP-Mehrheit den Antrag stellen, dass dem Grundsatz nach für die Fundamente der Windräder die Flächen umgewidmet werden. Das verheißt für Forster und die Bundesforste aber nichts Gutes. Postwendend wird der Gemeinderat nämlich den Antrag ablehnen und damit ist das Projekt des Windparks vom Tisch gefegt.

Normalerweise beantragt der Grundeigentümer eine Umwidmung und nicht die Gemeinde. „Mir ist das in 30 Jahren Gemeindetätigkeit noch nicht untergekommen“, sagt Nachbarbürgermeister Anton Silber (VP) aus Garsten, „aus Respekt vor dem Grundeigentümer wäre meine Handlungsweise anders. Wir hätten gewartet, ein Einreichprojekt zu prüfen.“ Wenngleich nicht gängig, ist die von der St. Ulricher VP gewählte Vorgangsweise gesetzestreu. Für VP-Fraktionschef Michael Hauptmann haben die Betreiber zu lange mit der Einreichung gezaudert: „Der Widerstand in der Bevölkerung wurde immer größer, wir wollten das jetzt entscheiden.“ Der ablehnenden Haltung der Bürger verpflichtet sieht auch SP-Gemeindevorstand Helmut Hartlauer seine Fraktion. Fazit: Der Windpark wird morgen im Gemeinderat zu Fall gebracht, was auch Rudolf Forster so sieht: „Damit ist das Projekt in dieser Form gescheitert.“ Die Windräder nur in Garsten zu verwirklichen sei nicht möglich: „Die Teile hängen zusammen.“

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IG Freunde des Dambergs und Schwarzbergs
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