(vgl. Max Lemberger, 31. Mai 2009)

Der Kobernaußerwald und der anschließende Hausruckwald im Innviertel sind das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas. Der Kobernaußerwald erstreckt sich über eine Fläche von etwa 305 km², der angrenzende Hausruckwald umfasst 42 km².

Die höchsten Erhebungen dieses gemeinsamen Waldgebiets sind der 777 m hohe Hobelberg und der Göblberg mit 801 m ü.d.A.

Wegen der Höhenlage und der gesunden Luft sind Kobernaußerwald und Hausruck wichtigste Erholungsräume für die Menschen unserer Heimat und unserer Gäste. Durch seine Geschlossenheit ist dieses Gebiet auch ein wertvoller Lebensraum für alle Arten von Tieren und Pflanzen.

Der Kobernaußerwald ist beides :

Naturjuwel und Wirtschaftswald.

Wirtschaftswald ist in Österreich immer schon ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, ist er doch zusammen mit der Sägewerksindustrie ein großer Arbeitgeberund ein wesentlicher Devisenbringer.

Ungeachtet der Tatsache, dass der Kobernaußerwald und Hausruckwald auchwichtige Wirtschaftswälder sind, gibt es hier eine Flora und Fauna, welche, begünstigt durch die Geschlossenheit des Gebiets, schützenswert sind Viele dieser Tiere und Pflanzen stehenaußerdem unter Naturschutz.

Wir findenhier unter anderen Schwarzstorch , Uhu, vereinzelt auch Birkhuhn und Auerhahn. Weitere Brutvogelarten in unterschiedlichen Populationsgrößen umfassen Wespenbussard, Habicht, Sperber, Wanderfalke, Baumfalke, Waldschnepfe, Hohltaube, Raufußkauz, Sperlingskauz, Weißrückenspecht und Kolkrabe. An „Gastvögeln“ treten zum Teil auch zur Brutzeit Rot- und Schwarzmilan sowie der Steinadler auf!

Wirtschaftswald bedeutet also nicht, dass man ihnbedenkenlos ausbeuten kann und dass seine Flora und Flora nicht schützenswert sind.

Das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas und ein bedeutendes Erholungsgebiet in ein Industriegebiet zu verwandeln ist ein unverzeihlicher Eingriff in unsere Heimat.

Um der weiteren Zerstörung dieser wertvollen Region Einhalt zu gebieten, gilt es als oberstes Ziel, die Wälder unserer Heimat als intakte Naturräume zu erhalten und nicht aus irgendwelchen profitorientierten Gründen zu zerstören.