Hohe Kosten und nur Nachteile. Und dazu noch die Zerstörung unserer Heimat!

ooe_kein_windstromlandWir Oberösterreicher sind von der Windkraftverbauung noch weitgehend verschont geblieben. Laut Angaben im OÖ-Windmasterplan vom 06. 02. 2012 sind in OÖ. zur Zeit lediglich 23 große Windkraftanlagen mit einer Leistung von 26,4 MW und einer Stromerzeugung von rund 40 GWh/Jahr in Betrieb. Daraus errechnet sich ein Energieertrag entsprechend 1500 Vollaststunden. Das ist ein ganz schlechter Wert der trefflich die unzureichenden Windbedingungen bei uns dokumentiert. Laut Angaben von APG (Austrian Power Grid) kommt die Gesamtheit der in Österreich installierten Windanlagen auf einen Schnitt von gut 2000 Vollaststunden. Das ist noch immer kein wirklich guter Wert, übersteigt aber des OÖ-Mittel um satte 33%. Die oben genannten 40 GWh entsprechen drei Tausendstel des OÖ-Stromverbrauches oder sechs Zehntausendstel des OÖ-Gesamt-Energieverbrauches. Also eine nicht wirklich wahrnehmbare Größe.

Nun hat die Windlobby Pläne, 10% unseres Strombedarfes, das sind rund 2% des Gesamt-Energiebedarfes mit Windstrom abzudecken. Das wären 1400 GWh/Jahr. Geht man davon aus, dass zukünftig hauptsächlich sehr große Windkraftanlagen installiert werden sollen, mit einer Durchschnittsproduktion von 5 GWh/Jahr und Anlage, so wären dazu 280 Großwindanlagen oder 56 Windparks mit jeweils durchschnittlich 5 Anlagen erforderlich.

Foto: Oliver Berg dpa/lnw

Foto: Oliver Berg dpa/lnw

Stellt man sich diese 56 Windparks als eine, von der östlichen Landesgrenze bei Steyr bis zur westlichen Landesgrenze verlaufende Kette vor, so würde das ein Windpark alle 2000 Meter bedeuten. Das ist natürlich so nicht realisierbar, gibt aber eine gute Vorstellung von der Zahl und Dichte der zur Erreichung dieses Zieles erforderlichen Windparks. Und das alles für 10% unseres Stromverbrauches, beziehungsweise 2 % des Gesamt-Energieverbrauches. Wenn man dann noch die stark schwankende, nicht bedarfsgerechte Struktur des Windstromes berücksichtigt, samt den dadurch hervorgerufenen Problemen, dann sinkt der Energie-Nutzen noch weit unter den rein statistischen Wert von 10%.

Deutschland ist durch seinen forcierten Ausbau der Windstromerzeugung vor allem im windreichen Norden mittlerweile bei 8% Windstromanteil angelangt und hat sich dabei immense Probleme eingehandelt. So kostet die Ökostromsubvention einem Durchschnittshaushalt bereits 750 Euro im Jahr (Verteuerung der Stromrechnung durch EEG-Umlage plus Stromtangente an Gütern und Dienstleistungen.) Tendenz weiter steigend. Laut Umweltminister Altmaier wird die Finanzierung des Ökostromes bis 2030 die ungeheuerliche Summe von 1000 Milliarden Euro verschlingen wenn nicht wirkungsvoll umgesteuert wird.

Zu den hohen Subventionskosten kommen noch die Kosten und Probleme die sich aus der Inkompatibilität der nach marktwirtschaftlichen Regeln funktionierenden allgemeinen Elektrizitätswirtschaft und dem total politisch/planwirtschaftlich strukturierten Ökostromregime besteht. (Dringender Bedarf an zusätzlichen Stromtrassen, Überwindung des Baustopps für moderne Gaskraftwerke und Nicht-Weiterbetrieb von total veralteten Kohle-Dreckschleudern wodurch im letzten Jahr die CO2-Emissionen um 3% angestiegen sind, etc.)

Leider ist es der Windstromlobby gelungen, der Windstromerzeugung ein ungerechtfertigt positives Image zu verschaffen. So glauben viele Menschen, der Windstrom könne bei uns einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung und zum Klimaschutz leisten; was definitiv nicht zutrifft. Mit den negativen Auswirkungen auf Natur und Landschaft, sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden von vielen Anwohnern sind sie nicht vertraut. Gleiches gilt für die hohen, von den Verbrauchern zu bezahlenden Subventionen für den Windstrom, der ohne diese Subventionen nicht lebensfähig wäre.

Wir Oberösterreicher sind stolz auf die Schönheit unseres Landes. Auf die wunderbaren Berge-Seen-Wald und Flusslandschaften. Auf eine vielerorts noch intakte Umwelt. Das darf nicht bald der Vergangenheit angehören. Für eine vergleichsweise unbedeutende Menge an unzuverlässigem Windstrom wäre dies ein viel zu hoher Preis.

Wollen wir aber verhindern, dass unser Heimatland zum Opfer der Windstromlobby wird, so müssen wir noch weit stärker Informations – und Aufklärungsarbeit leisten und gegen die Fehlentwicklung ankämpfen.