Masterplan Windkraft in Oberösterreich

Der vor einiger Zeit mit viel Getöse veröffentlichte, unter Federführung von LR Anschober und unterstützt von den Landesräten Sigl und Haimbuchner erstellte Masterplan Windkraft ist eine Ansammlung von Schwächen und Fehlern.

Insgesamt wurden in OÖ 27 Windkraft Vorzugsgebiete, die aufgrund der Windbedingungen und Umweltverhältnisse für die Windstromgewinnung besonders ausgewiesen sind. Alleine im Innviertel sind es 11 Standorte, die zum Teil relativ nahe beisammen liegen (siehe Kartenausschnitt. Es ist zwar im Masterplan festgehalten, dass zwischen Windparks ein Mindestabstand von 10 km eingehalten werden soll, das ist aber bei den im Innviertel ausgewiesenen Standorten kaum der Fall. Die 3 Standorte im Bezirk Schärding erfüllen diese Bedingung nicht. Gleiches gilt für die 2 Standorte bei Moosbach/Treubach und auch Munderfing/Lohnsburg/Pöndorf liegen zu nahe beisammen. Allerdings ist der ganze Masterplan nur ein unverbindliches Konstrukt im Sinne einer Empfehlung. Es sollte diese nahe Nachbarschaft jedoch dazu führen, dass benachbarte Projekte, auch wenn ein Teil davon noch in einem Vorplanungsstadium ist, als Einheit betrachtet werden, welche bei überschreiten von 20 MW Nennleistung UVP-pflichtig wird.

Zudem enthält der Masterplan noch eine Reihe von windkraftfreundlichen Punkten. So ist der Mindestabstand zu bewohntem Gebiet magere 800m.

(Niederösterreich 1000m beziehungsweise 1200m. Die Ansprüche an die Windgüte sind deutlich geringer als in Niederösterreich (NÖ 220 W/m², OÖ 180W/m²).

Das Windprojekt Munderfing, wo die Energiedichte nach Angabe der Betreiber in 130m Höhe 185 W/m² angeblich betragen soll (nach unseren Recherchen sind es noch deutlich weniger aber bestimmt hat den Munderfinger Wert die Energiewerksstatt GmbH und die sind da natürlich total unparteiisch) würde in NÖ schon unter den Grenzwert fallen.