Stand der Windkraftpläne in Österreichs größtem geschlossenen Waldgebiet:

Die Windparkprojekte „SILVENTUS“ und „MUNDERFING ALT“ erwiesen sich im Jahre 2011 als nicht genehmigungsfähig. Die Eingriffe in den Natur – und Landschaftschutz waren zu gravierend.

Ein neues Projekt Munderfing wurde eingereicht. Dieses wurde mit 18 MW Nennleistung knapp unter dem Schwellwert von 20 MW, ab dem eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben ist gehalten. Es wurde in einem, im Eilzugstempo abgespulten „Behördenverfahren Ligth“ welches nach unserer Überzeugung klare Rechtsverstöße enthielt, einer positiven Entscheidung zugeführt. Der extrem windschwache Standort des Windparks Munderfing veranlasste die Projektbetreiber Riesen-Windanlagen mit einer Gesamthöhe von knapp 200 Metern vorzusehen.

In den Standortgemeinden Pöndorf und Lohnsburg des gescheiterten Projektes SILVENTUS waren in dem im Jänner 2012 herausgegebenen „Windmasterplan“ wieder Standorte als Windkraft – Vorrangzonen ausgewiesen. Auch seitens der Gemeinden gab es klare Signale am Windkraftausbau festzuhalten. Es war somit eindeutig dass die Pläne der Betreiber, den Kobernaußerwald weiter mit Windanlagen zu verbauen noch aufrecht sind. Das bedeutet aber auch, dass beim Behördenverfahren für das Projekt Munderfing die für die nächst Ausbaustufe geplanten Anlagen mit zu berücksichtigen gewesen wären. Dann wäre aber der Schwellwert von 20 MW Nennleistung deutlich überschritten worden was ein UVP – basiertes Genehmigungsverfahren (wie es ja schon einmal gescheitert ist) erforderlich gewesen wäre.

Um einen Eindruck zu vermitteln in welchem Umfang die Region beeinflusst würde wenn das Projekt Munderfing und die im Masterplan ausgewiesenen Vorrangzonen mit den großen Monsterwindanlagen verbaut werden, haben wir eine Reihe von Fotomontagen erstellt.

Bild 1 ist eine Luftaufnahme des Ortes Munderfing mit geplanten Windanlagen an den Standorten Munderfing, Lohnsburg (Steiglberg) und Pöndorf.

Von erheblichen Teilen des Ortes Munderfing wären die Windanlagen nicht oder kaum sichtbar weil da ein Höhenrücken (Spreitzenberg) weit ins Tal ragt und die Windanlagen abdeckt. Südliche Teilen der Gemeinde sowie von zahlreichen Ortsteilen der Gemeinden Lengau und Lochen wären den Windanlagen voll ausgesetzt. Die dort lebenden Menschen hätten mit erheblichen Einbußen ihres persönlichen Wohlbefindens und mit Wertverlust ihrer Liegenschaften zu rechnen.

(Siehe auch dazu unsere Seite über den Infraschall)

Bild: Aufnahme vom Munderfinger Ortsteil Valentinshaft zum Windpark Munderfing.

Bild: Größenvergleich zwischen dem bestehenden Windrad am Steiglberg und den für das Projekt Munderfing geplanten neuen Monster Windrädern.