Sechster Windrad-Standort für Munderfinger Windkraftwerk beschlossen

MUNDERFING. Fünf Windradstandorte für ein Kobernaußerwald-Kraftwerk in Munderfing gelten als fix, jetzt hat der Gemeinderat in einer Sondersitzung die Flächenwidmung für ein sechstes Windrad beschlossen – der ursprüngliche Standort hatte aus Sicht einiger Fachabteilungen als nicht bewilligungsfähig gegolten.

Die Projektplanung laufe auf Hochtouren. Die Bundesforste wollen sich als Grundstückseigentümer zu 50,1 Prozent an einer „Windpark Munderfing GmbH“ beteiligen, die Gemeinde selbst mit 49,9 Prozent. Und es laufe bereits die Ausschreibung für die Finanzierung der veranschlagten Errichtungskosten in Höhe von 27 Millionen Euro. Auch sei mit den Verhandlungen zur Anlagenbeschaffung begonnen – bis Ende Juli solle die Entscheidung über den Anlagentyp fallen.

Das Windkraftwerk soll ab Frühjahr 2013 errichtet werden und im Herbst 2013 in Betrieb gehen. Wie berichtet, konnte die in der Windkraftbranche tätige Energiewerkstatt Munderfing die Zahl der Mitarbeiter und den Umsatz zuletzt kräftig steigern. Jetzt wird der Bürostandort um eine Million Euro erweitert, um künftig in Munderfing 32 Mitarbeiter zu beschäftigen.

Die Hälfte der österreichweiten Windkraftwerke trage die Handschrift der Innviertler Experten, die mit insgesamt 43 Fachleuten auch international tätig sind. Laut Geschäftsführer Joachim Payer sollen in Bayern bis 2020 bis zu 1800 Windenergieanlagen gebaut werden – der Standort Munderfing rücke in den Mittelpunkt des Kundenkreises. Die Nähe zu diesem Zukunftsmarkt sei mit ausschlaggebend für die Expansion.

Ein Bericht der OÖ Nachrichten