Windkraft kann keine zentrale Rolle bei der Energiewende tragen

In der Presseaussendung der heimischen Windindustrie, die zurzeit in Wien tagt wird behauptet, die derzeit in Österreich installierten 760 Windräder würden 800.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Diese von der Windlobby so oder ähnlich immer wieder gemachte Aussage ist eine ständige und ärgerliche Irreführung der Bevölkerung. Sie gaukelt etwas vor, was keinesfalls der Realität entspricht. Die Wahrheit ist, dass die heimischen Windkraftwerke diese Haushalte bestenfalls zeitweise aber keinen einzigen Haushalt tatsächlich und verlässlich mit Strom versorgen können. Denn „versorgen“ bedeutet, immer dann Strom zur Verfügung zu stellen, wenn er benötigt wird. Und dazu ist der, als „Zufallsenergie“ zu bezeichnende Windstrom, nicht im Entferntesten in der Lage.

eeg_windenergie_2009Aus einer Grafik, welche für jeden Tag eines Monates die höchsten und tiefsten Leistungswerte der deutschen Windstromproduktion darstellt, sieht man, dass zwar Leistungsspitzen bis 16.000 Megawatt auftreten, dass aber die unteren Leistungswerte an 15 Tagen des Monates bei null oder nahe Null liegen. Eine derart unzuverlässige Energieform kann keinen Versorgungsauftrag erfüllen. Sie stellt hingegen ein großes Problem für andere Energiequellen dar. So werden seit einiger Zeit keine effizienten und vergleichsweise umweltfreundlichen Gaskraftwerke mehr gebaut, weil die mit gesetzlichem Einspeisevorrang und hochsubventionierten Einspeisetarifen ausgestattete Wind- und Solarenergie deren Auslastung und Erträge so verschlechtert, dass sie einfach nicht mehr rentabel sind. Gleiches gilt für Pumpspeicherkraftwerke, wo allein in Oberösterreich vier Neubauprojekte wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit derzeit nicht gebaut werden können.

Wiederum ausgelöst durch das schwankende Angebot von Wind – und Solarenergie, welches zu nicht zu beherrschenden Verwerfungen in der Stromwirtschaft führt. Geht die Entwicklung so weiter, sind zukünftiger Strommangel und Versorgungsengpässe so sicher wie das Amen im Gebet.

Dr.-Ing. F.C. Brandner, Braunau

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