Seeadler erschlagen

Der Mord an unseren Vögeln geht weiter. Jetzt wurde im Burgenland für eine fragwürdige Energiewende ein Seeadler erschlagen!

Trauer und Bestürzung bei Vogelschützern, aber auch Jägern. Denn fast direkt unter einem mächtigen Windrad bei Andau im Burgenland entdeckte ein Waidmann den Kadaver eines äußerst raren Seeadlers. Wie Experten rasch feststellten, war der majestätische Vogel mit einem Rotor kollidiert und dann verendet.

„Massives stumpfes Trauma ohne Hinweis auf eine Schussverletzung.“ So lautet das Resümee des vom burgenländischen Landesjagdverband in Auftrag gegebenen veterinärmedizinischen Obduktionsberichts. Das bestätigt die ersten Vermutungen, dass der Seeadler direkt gegen ein rotierendes Windrad bei Andau geflogen war.

Windrad Seeadler-Tod„Offenbar hat unser Schützling das Hindernis nicht als solches erkannt“, sagt Bettina Klöpzig von der Vogelschutzorganisation Birdlife. Mit WWF- Expertin Claudia Mohl verlangt sie jetzt eine noch genauere Standortuntersuchung für künftige Windkraftanlagen. Zu überprüfen sei auch, ob ältere Räder, bei denen jetzt eine Erneuerung ansteht, überhaupt noch einmal aufgestellt werden sollten.

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