Infraschall von Windkraftanlagen als Gesundheitsgefahr

Windkraft ist erneuerbare Energie, aber Windkraft wird problematisch, wo natürliche Lebensräume gestört werden, und für Menschen gefährlich, wenn Abstandregeln bei der Standortwahl nicht eingehalten werden. Anwohner in der Nähe von Windkraftanlagen klagen zunächst über den hörbaren Lärm, den die Windräder verursachen. Es ist ein gleichbleibendes Zisch- und Summgeräusch mit einem regelmäßigen Ausschlag, je nach Windstärke lauter, durch häufigeres Vorbeischlagen am Stiel. Bei ungünstiger Windrichtung ist der Lärm über viele Kilometer hinweg hörbar. Ob sich auch Spaziergänger, Waldarbeiter oder Jäger sich an den permanten Lärm im sonst so stillen Wald gewöhnen wollen oder können, mag dahingestellt sein.

Windkraftanlagen erzeugen aber auch unzweifelhaft Infraschall.

Im Gegensatz zu den Äußerungen von Behörden, den Anlagenbetreibern und ihnen nahestehenden Institutionen, Infraschall sei „völlig harmlos“, verweist eine zunehmende Zahl von Wissenschaftlern auf die gesundheitliche Gefährlichkeit des Infraschalls.

Literatur: Siehe:  Robert Koch Institut, Prof. Dr. Quambusch und Martin Lauffer, Dr. M. Nelting, Prof. Wenzel, Schust v. Institut für Hirnforschung, Berlin; Dr. Weiler, Institut f.Hirnforschung u. angewandte Technologie Gmbh, St.Wedel

„Niederfrequente Schall-Emmessionen haben gravierende Auswirkungen auf den menschlichen Körper, denn wir können Infraschall nicht hören, den Körper ihm aber nicht entziehen.“ (vgl. H.Herzog, BI Fichtenwalde246.2011)

Unter den möglichen gesundheitlichen Schäden und Problemen, die permanenter Infraschall verursachen kann und durch neuere Untersuchungen begründet wurden, sind vor allem zu nennen:

 

  • Kopfschmerzen,
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
  • Schlaflosigkeit,
  • Ohrendruck,
  • Innere Unruhe
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Panik, Unsicherheit- und Angstgefühle,
  • Herz-Kreislauf-Probleme wie auch Erhöung des Blutdrucks,
  • Herabsetzung der Atemfrequenz,
  • psychosomatische Krankheiten

Die Hauptgefahr geht von den permanenten Infraschall-Emissionen der großen Megawattanlagen aus, sowohl von Infraschall hoher Stärke (Auswirkungen bis etwa 1,5 km Entfernung) als auch von Infraschall niedriger Stärke (Auswirkungen bis etwa 10 -15 km Entfernung).

Solange und soweit die Gesundheitsgefahren nicht durch technische oder ähnliche Vorkehrungen abgewehrt werden können, können Errichtung und Betrieb der Anlagen nur zulässig sein, wenn diese außerhalb der Sichtweite zu Wohngebieten liegen. Von naturwissenschaftlicher Seite wird ein Mindestabstand von etwa 2,5 km gefordert.

Für die sehr großen Megawatt-Windkraftanlagen mit Gesamthöhen über 180 m müssten also Standorte gesucht werden, in deren Umkreis von etwa 10 km keine Dörfer und Städte liegen.  (vgl. Dr.Manfred Neltig, Bad Arolsen 29.11.2010).

Die Gefahr stellt sich inzwischen als so hinreichend wahrscheinlich dar, daß an die Stelle der bisher gepflegten Ignoranz staatliche Maßnahmen der Gefahrenabwehr und der Gefahrenvorsorge treten müssen. Zur sozialen Verantwortung des Staates gehört nämlich auch im Hinblick auf das Gefahrenpotential, das von den riesigen, bis zu 200m hohen Windkraftanlagen ausgeht, der Schutz vor Gefahren für die Gesundheit.

Der Infraschall wird aus nicht nachvollziehbaren Gründen der Messtechnikprobleme in kein Standortgutachten  einbezogen. Dies ist in unseren Augen eine unverzeihlicher Mangel.

Die geplanten, schon genehmigten Windräder im Kobernaußerwald überragen mit ihrer Höhe von 200 m weithin sichtbar die Baumwipfel. Lärm und Infraschall mit allen möglichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwohner können sich ungehindert ausbreiten.

Die betroffenen Anwohner werden dies akzeptieren müssen, auch wenn man die möglichen Gefahren oft von Betreiberseite als völlig harmlos hinstellt. Hinweise auf das mögliche Gefahrenpotential werden oft als Panikmache oder lächerliche Totschlagsargumente hingestellt.

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