Erhöhung der Mindestabstände ohne Diskussion abgewürgt

Erhöhung der Mindestabstände ohne Diskussion abgewürgt. Für ÖVP und Grüne sind wir also Bürger 2. Klasse.

INNVIERTEL/LINZ. Dem Vorstoß von FP und SP der Innviertler Landtagsabgeordneten David Schießl (FP) und Erich Rippl (SP) zur Erweiterung des Mindestabstands von Windkraftanlagen zu bewohnten Objekten von 800 auf 1200 Meter – wie in Niederösterreich – sowie einer Erhöhung der „Wind“-Mindestleistungsdichte kann die Innviertler Grünen-Abgeordnete Maria Wageneder nichts abgewinnen.

Gebe es in Bezug auf andere Parameter wie Topografie Bedenken, müssen die Abstände ohnehin größer sein, so Wageneder. Eine Erhöhung des Mindestabstands würde im stark zersiedelten Oberösterreich „fast das Aus für die Windkraftnutzung“ bedeuten, so Wageneder. In einem bis 2030 beschlossenen Programm zum Ausstieg aus fossiler Energie sei die Windkraft eine von mehreren Säulen – vom angestrebten Ausbau liege man derzeit bei 60 Prozent.

Auch einer von SP und FP angestrebten Windkraft-Mindestleistungsdichte von 220 Watt pro Quadratmeter in 130 Metern Höhe kann Wageneder nichts abgewinnen. Die aktuellen 180 Watt entsprechen dem Ökostromgesetz auf Bundesebene, so Wageneder.

In einer gestrigen Ausschussitzung im Land wurde der Vorstoß von FP und FP Mehrheit von VP und Grünen abgelehnt. Dies sei völlig ohne Diskussion geschehen, so SP-Rippl verärgert.

Artikel der OÖ Nachrichten.

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